Selbstbestimmung bis zur Grenze der Behinderung

Daniel Rickenbacher hat wegen eines Sauerstoffmangels bei der Geburt eine cerebrale Bewegungsstörung. Er ist in einem Wohnstudio zu Hause und geht einer Arbeit nach. Dank mehreren technischen Hilfsmitteln bestimmt er seinen Alltag – bis an die Grenzen seiner Behinderung – selbstständig.

Daniel Rickenbacher beim Arbeiten mit Assistiven Technologien.

 

Ich geniesse es selber zu bestimmen

In meinem Alltag sind mir die Selbstbstimmung und die Selbstständigkeit besonders wichtig. In meiner Freizeit bin ich gerne draussen in der Natur und gehe ab und zu auch in den Ausgang. An den Wochenenden fahre ich oft nach Illgau zu meinen Eltern und meinen Geschwistern. Ich geniesse, dass ich selber bestimmen kann, wohin ich gehe und was ich unternehme. Hierzu hilft mir mein Talker, den ich seit 2010 benutze. Bis dahin drückte ich mich nur mit meiner Lautsprache aus, welche für aussenstehende Menschen schwer verständlich ist. Ich wollte kein Kommunikationsgerät, da ich grossen Respekt davor hatte, meine Lautsprache zu verlieren. Nun bin ich unendlich froh, dass ich mich doch für ein Kommunikationsgerät entschieden habe.

Durch meinen Talker erlangte ich enorme Selbstständigkeit. Er ist mein ständiger Begleiter und unterstützt mich überall: bei der Arbeit, in der Freizeit, bei Gesprächen, beim Einkaufen, im Ausgang und sogar auf Reisen. Mit einem Joystick, der am Bürotisch befestigt ist, kann ich die Computermaus steuern. Zusätzlich habe ich noch die Umfeldkontrolle, mit der ich Türen, den Fernseher und weitere wichtige Geräte bedienen kann.

Diese Hilfsmittel ermöglichen mir mehr, als ich erwartet habe. Dank ihnen kann ich mein Leben leben und einer interessanten Arbeit nachgehen. 


Text: Daniel Rickenbacher (mit Unterstützung der Active Communication AG), Bild: zVg

An der Swiss Handicap

Erfahren Sie, wie Daniel ­Rickenbacher seinen Alltag dank Unterstützter Kommunikation selbstständig bestimmt.
Samstag, 30. November, 13.00 Uhr, Vortragsstudio

Zur Person

Daniel Rickenbacher wurde 1993 geboren. Er wohnt in einem Wohnstudio in der Stiftung Rodtegg in Luzern, eine Stiftung für Menschen mit einer körperlichen Behinderung. Hier ist er als Büropraktiker und in der «bürowärckstatt» in der Buchhaltung tätig. Seine Behinderung hat er aufgrund eines Sauerstoffmangels bei der Geburt. Es ist eine Cerebral Parese.

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