Wichtigen Themen einen Anstoss gegeben

Die fünfte Swiss Handicap ist erfolgreich zu Ende gegangen. Während zwei Tagen lockte die Messe rund 10'000 Menschen mit und ohne Behinderung nach Luzern. Dank einem guten Mix aus Marktplatz, Begegnung, Erlebnis und Information konnte die Swiss Handicap der Inklusion im Allgemeinen sowie dem Thema «Arbeit» im Speziellen viel Schub geben.

Anlässlich der fünften Swiss Handicap haben während zwei Tagen rund 10'000 Menschen mit und ohne Behinderung die Messe Luzern besucht. Die Messe bot ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen für die täglichen Bedürfnisse für Menschen mit Behinderung. Aber auch dem Erlebnis kam wieder eine grosse Bedeutung zu. So konnten Prothesen ausprobiert, Powerchair Hockey gespielt und Bionicman besucht werden oder Kinder backten zusammen mit Promis Weihnachtsguetzli für einen guten Zweck. Messeleiterin Corinne Odermatt freut sich über den Erfolg der Messe: «Es hat sich bestätigt, dass die Swiss Handicap die Informationsplattform ist, den Dialog über Behinderung anregt und dank dem grossen Sport- und Eventangebot ein unvergessliches Erlebnis für alle bietet.»

Vom persönlichen Austausch profitiert

120 Aussteller haben neuste Hilfsmittel und Dienstleistungen vorgestellt oder kompetente Beratung angeboten. Sie haben alle Lebensbereiche von Menschen mit Behinderung umfassend abgedeckt und damit Betroffene, Angehörige und Fachpersonen gleichermassen mobilisiert. «Wir konnten Besuchende mit allen Arten von Behinderungen unsere Produkte persönlich präsentieren, was an der Swiss Handicap einzigartig ist. Während den zwei Messetagen hatten wir unzählige wertvolle Gespräche», bestätigt Anneli Cattelan, Geschäftsführerin von amiamo, Funktionale Kleidung für Behinderte.

Inklusion auch in der Arbeitswelt

Im Fokus der Swiss Handicap 2019 stand das Thema «Arbeit». «Die Swiss Handicap fördert das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderung. Dabei ist die frei gewählte Arbeit ein zentraler Aspekt», erklärt Corinne Odermatt. Aus diesem Grund haben sechs Organisationen in der Fokuszone «Arbeit» praxisnah aufgezeigt, wie der Schritt in den ersten Arbeitsmarkt gelingt. Tobias Hasler, Leiter Regionalstelle Zentralschweiz der Stiftung Profil – Arbeit & Handicap, ist zufrieden mit dem Auftritt: «Wir haben einerseits bestätigt bekommen, dass die Teilhabe im ersten Arbeitsmarkt ein Bedürfnis ist und konnten andererseits viel Aufklärungsarbeit leisten und wertvolle Kontakte knüpfen.»

Auch im Vortragsstudio, auf der Eventbühne oder bei einem spezifischen Arbeitgeberanlass wurde die Arbeit von Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt thematisiert. «Es wird an vielen guten Konzepten und Projekten zur beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderung gefeilt. Es ist uns gelungen, diese sichtbar zu machen», freut sich Corinne Odermatt.

Inklusion, die begeisterte

Eine weitere Erfolgsgeschichte der Swiss Handicap war das PluSport-Projekt «Selbsterfahrung für Schulklassen». 35 Schulklassen aus dem Raum Luzern nahmen daran teil. PluSport-Botschafter führten die rund 600 Kinder und Jugendliche durch die Messe, und zeigten, wie Menschen mit Behinderungen Sport treiben oder ihren Alltag meistern. Projektleiter René Pfister war vom grossen Interesse begeistert: «Wir durften feststellen, dass wir eine wahre Euphorie ausgelöst haben. Ich bin überzeugt, dass wir damit bei den Schulen und Lehrpersonen einen Stein ins Rollen gebracht haben, dass Behinderungen im Unterricht thematisiert werden.»

Auch die täglichen Führungen unter dem Patronat der Stiftung «Denk an mich» stiessen auf grosses Interesse und waren gut besucht. «Damit konnten wir wieder einen kleinen Beitrag leisten, um Hemmschwellen abzubauen und die Integration zu leben», fasst Corinne Odermatt zusammen.
Die Messeleiterin blickt auch bereits voraus auf die nächste Swiss Handicap vom 3. bis 5. Dezember 2021 und weiss: «Wir werden wieder ein Thema in den Fokus setzen und damit ermöglichen, dass die Integration von Menschen mit Behinderung in einem ihrer Lebensbereiche mehr Beachtung bekommt.»

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